Hilfe fuer Tororo/Uganda e.V.

Über uns

Tororo/Uganda

 

Über uns

Als ich in den Jahren 2001/2002 als Ärztin in einer Slumambulanz in Nairobi, der Hauptstadt von Kenia, arbeitete, hatte ich die Gelegenheit, das Nachbarland Uganda kennenzulernen. Es  liegt an der kenianischen Grenze im Osten des Landes. Die Mittelstadt Tororo mit ca.40.000 Einwohnern ist 15 Km von dem Grenzort Malaba entfernt. Von dort führt die Hauptverkehrsstraße nach Kampala, der Hauptstadt von Uganda. Der LKW- Transport ist immens, da die meisten Güter, vor allem Benzin, auf dem Landweg von Kenia nach Uganda, aber auch die angrenzenden Länder wie Ruanda, Kongo und Südsudan gelangt.

Als ich nach Tororo kam, fiel mir auf, dass es zwar Oberschulen gab, aber nicht in der ländlichen Gegend. So stellte ich mir die Frage, wie es mit der Schulbildung für die vielen Mädchen und Jungen aussieht, die ich in den Dörfern des Einzugsgebietes von Kidera, einem Vorort von Tororo, kennenlernte.  

Das führte dazu, dass ich mit meinen Partnern vor Ort den Bau einer Oberschule konzipierte. Sie war für junge Menschen der armen Landbevölkerung geplant, die nur ein vergleichsweise geringes Schulgeld aufbringen können. Mit dem Abschluss der Mittleren Reife sollte sich die Möglichkeit für die Ausübung einer Arbeit verbessern.

Nachdem ich im April 2002 wieder nach Saarbrücken zurückgekehrt war, gründete ich mit Freundinnen und Freunden im Mai 2002 den Verein „Hilfe für Tororo/Uganda e.V.“

Mit Spendengeldern konnte die „ Masimiliano Ochwo Omiel Memorial Secondary School“  erbaut werden. Sie nahm mit Beginn des Schuljahres 2004 den Unterricht auf und wurde 2007 von der ugandischen Regierung mit allen Befugnissen voll anerkannt, anfangs als Tagesschule, in den letzten Jahren zusätzlich als Internat. Besondere Berücksichtigung finden Mädchen, um auch ihnen bessere Chancen für eine Erwerbstätigkeit zu eröffnen.

Da ich mich seit Beginn der Projekte immer wieder regelmäßig in Uganda aufhalte und für mehrere Monate zusammen mit einer Großfamilie in einem der Dörfer lebe, kam ich mit den Vereinsmitgliedern zu der Überzeugung, dass parallel zu der Weiterentwicklung dieser Oberschule auch ein Bildungszentrum für Frauen Bestandteil der Projekte des Vereins „Hilfe für Tororo/Uganda e.V.“ sein sollte.

 Es war ein tiefes Bedürfnis der Frauen und Mädchen, einen Ort zu haben, an dem sie gemeinsam beraten, wie sie ihre Lebenssituation verbessern können.

Am Anfang war es vor allem ein Treffpunkt von Frauengruppen mit verschiedenen Aktivitäten wie einer Näherei, Bäckerei sowie Schulungen für Gesundheitserziehung und Selbsthilfegruppen.

Zwischenzeitlich hat sich das „Masimiliano Ochwo Omiel Memorial Center“ weiterentwickelt. Es entstand zusätzlich ein Friseursalon und der Ausbau der Näherei mit Ausbildungsplätzen in diesen vor allem für Mädchen und Frauen beliebten Berufen. Hier steht auch eine Getreidemühle z.B. zum Mahlen von Maismehl.

Oft genug sind die Männer auf der Suche nach einem Job in die Städte gezogen. Die notwendige Unterstützung für die zurückgebliebene Familie kommt häufig nur sehr unregelmäßig oder gar nicht.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Klimaveränderungen in den letzten Jahren mit den überaus heftigen Regenfällen mit Überschwemmungen oder überlangen Trockenzeiten die Lebenssituation der Dorfbewohner weiter erheblich verschlechtert. Der Ertrag der Landwirtschaft Ernährung ist dadurch in den Familien kaum zu gewährleisten. Auch die Viehzucht, die für die Menschen ein wichtiger Wert als Absicherung für Notzeiten ist, leidet an häufigen Erkrankungen der Tiere. Die Familien haben kaum die Möglichkeit, sie aufgrund fehlenden Geldes ausreichend zu versorgen.

Hungerkrisen sind unter diesen Bedingungen leider vorprogrammiert. Das erlebe ich seit vielen Jahren zunehmend.

 Abschließend ist zu erwähnen, dass der Verein „Hilfe für Tororo/Uganda e.V.“  von dem Partnerverein „ToRuDeFo“ (Tororo Rural Development Focus) regelmäßig beraten wird. Es wird gemeinsam besprochen, welche Projekte bei den Spendern beantragt werden sollen. Damit ist gewährleistet, dass die Zusammenarbeit den Anliegen der Menschen vor Ort entspricht.

 Hier finden Sie die Satzung des Vereins.