Hilfe fuer Tororo/Uganda e.V.

Infobrief Anfang 2004

Wie im vorweihnachtlichen Infobrief angekündigt, war ich von Ende Dezember bis Mitte Januar 2004 wieder in Tororo/ Uganda.

Zum Zeitpunkt meiner Ankunft war die Schule fertig gestellt einschließlich des Anstrichs. Das Geld für die Möbel kam erst kurz davor an, so dass ich die Schreiner eifrig beim Hobeln, Zusammenbauen und Streichen der Schulbänke (die es früher auch mal bei uns gab) sowie der Lehrerpulte erlebte. Zum Ende meines Aufenthaltes waren die Möbel weitgehend fertig.

Da in Uganda am 2.2.2004 das neue Schuljahr beginnt, beschlossen unsere Partner vor Ort und ich, das noch vorhandene Geld in die Eröffnung der Schule zu investieren. In Uganda muss dazu ein Schulbeirat gebildet werden, an dessen konstituierender Sitzung ich teilnahm. Diesem Beirat gehören außer den uns bereits bekannten Partnern eine Lehrerin, der Tutor eines Lehrerkollegs und ein Angestellter des Erziehungsministeriums an. In dieser Sitzung besprachen wir die Höhe des Schulgeldes, die ungefähre Klassenstärke, die Farben der Schule bei der Schuluniform, den Stundenplan, das Verfahren zur Einstellung eines Schulleiters/ einer Schulleiterin und der Lehrer sowie sonstige noch zu erledigende Formalien. Wir fangen mit 2 Klassen an, der 1. und 2. Klasse der Oberstufe. Nachdem kürzlich die Ergebnisse der Abschlusszeugnisse der Grundschule veröffentlicht wurden, beginnen nun die Anmeldungen für die weiterführenden Schulen, zu denen auch unsere Schule gehört. Wir verständigten uns mit dem Schulbeirat, dass für besonders bedürftige Schülerinnen oder Schüler das Schulgeld reduziert bzw. im Einzelfall auch erlassen werden kann. Es bleibt aber unser Ziel, dass sich die Schule nach der Anfangszeit selbst trägt.

Da die Schülerinnen und Schüler aus einer armen Gegend kommen und oft genug kein Essen dabei haben, soll für alle Schülerinnen und Schüler eine Mahlzeit gekocht werden.

Wir haben jetzt einen offiziellen Administrator vor Ort: Charles Waziri. Er hat Sozialarbeit und politische Wissenschaften studiert und ist in Tororo als Gemeindesozialarbeiter tätig. Er hat unsere Projekte von Anfang an begleitet.

Das Nebengebäude auf unserem Gelände ist weitgehend fertig gestellt. Hier soll ein weiteres Büro, ein Materialraum und ein Aufenthaltsraum für das Lehrpersonal eingerichtet werden.

Die Krankenstation ist ebenfalls fertig, angestrichen und mit Möbeln ausgerüstet. Es fehlen aber noch die sanitären Einrichtungen. Die Eröffnung der Krankenstation verzögert sich, da wir das medizinische Material wegen einer fehlenden ugandischen Bescheinigung zur Zollbefreiung noch nicht nach Uganda schicken konnten. Außerdem möchte ich bei meinem nächsten Aufenthalt konkrete Zusammenarbeitsmöglichkeiten mit dem katholischen Missionskrankenhaus von Tororo besprechen. Vorgespräche konnte ich bereits mit dem Erzbischof der Diazöse Tororo führen, dem dieses Krankenhaus untersteht.

Ursprünglich hatten wir nur 3 Latrinen gebaut. Sie mußten aufgrund von Vorschriften durch 3 weitere Latrinen ergänzt werden.

Die Schülerinnen und Schüler, für die Schulgeld bezahlt wird, haben fast alle gute bis sehr gute Ergebnisse in dem Jahresabschlußzeugnis 2003 erzielt. Die Zeugnisse habe ich mitgebracht. Da ich einige dieser Kinder länger nicht gesehen habe, war ich über ihre positive Entwicklung sehr erfreut. Sie hatten ihre Scheu verloren und bemühten sich sehr, sich mit mir in Englisch zu verständigen.