Hilfe fuer Tororo/Uganda e.V.

Newsletter zu Ostern 2015 aus Uganda

Liebe Freunde und Förderer des Vereins "Hilfe für Tororo/Uganda e.V".

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

seit Januar bin ich wieder in Uganda und nehme anläßlich des bevorstehenden Osterfestes die Gelegenheit wahr, über die neuesten Entwicklungen unserer Projekte zu berichten.

Kurz nach meiner Ankunft im Januar 2015 begann das neue Schuljahr. Das ist immer eine spannende Zeit, denn es werden die Prüfungsergebnisse des Endes der Grundschule und Oberschule analog unserer Mittleren Reife von 2014 in den Medien veröffentlicht,etwas später dann des Abiturs.

Wie ich bereits im letzten Newsletter berichtete,beendeten Edy, Isaac, Max, Florence und John ihre Grundschulzeit und das mit guten bis sehr guten Ergebnissen. Sie besuchen jetzt fast alle die 1.Klasse unserer "Masimiliano Ochwo Omiel Memorial Secondary School". So können wir ihre Entwicklung weiter gut verfolgen. Marion beendete die Schule mit der Mittleren Reife und geht jetzt in eine weiterführende Schule bis zum Abitur. Ihr Ergebnis war mittelmäßig.

Unsere Abiturienten Robert, Masimiliano, Sairus brachten durchschnittliche Ergebnisse nach Hause. Zu meiner großen Freude machte Doreen als einziges Mädchen unserer Gruppe dahingegen ein sehr gutes Abitur. Wie die berufliche Zukunft dieser jungen Menschen weitergeht, wird sich in den nächsten Monaten zeigen.

Oliver Mary, die ihre Ausbildung als Krankenschwester im letzten Jahr beendete, arbeitete danach 4 Monate in Süd- Sudan und bekam in der letzten Woche ihre Graduierungs-Urkunde. Sie strebt eine weitere Ausbildung in der Medizin an, da der Beruf ihr viel Freude bereitet.

 

Das neue Schuljahr begann für unsere „Masimiliano Ochwo Omiel Memorial Secondary School“ erfreulicherweise sehr gut. Es schrieben sich 202 Jungen und Mädchen ein, allein in der 1. Klasse sind es 69. Besonders gern erwähne ich, dass die Hälfte davon Mädchen sind. 16 Lehrer gehören neben den Hilfskräften zu unserem Personal.

Der Schuldirektor, der nunmehr das 2. Schuljahr bei uns tätig ist, leistet eine gute Arbeit.Er ist als pensionierter Lehrer und ehemaliger Schuldirktor sehr erfahren und wird allseits respektiert.

Am letzten Sonntag, Palmsonntag, feierten wir das 10-jährige Bestehen unserer Schule mit einem Schulfest für die Schülerinnen und Schüler sowie ihre Eltern. Als Ehrengast kam die Frauenministerin der ugand. Regierung, die aus Tororo stammt. Ranghohe Vertreter des Erziehungsministeriums waren zugegen. Als Vertreter des hiesigen (Stammes)Königs kam sein „Premierminister“ sowie weitere lokale Honorationen . Als Vertreterin unseres Vereins konnte ich in meiner Rede auf die tolle vielfältige Unterstützung, die ich aus Deutschland immer wieder erhalte, verweisen. An dieser Stelle möchte ich mich bei Allen herzlich f bedanken!

Nachdem im Januar 2015 endlich das zugesagte Geld für den Bau eines neuen Verwaltungsgebäudes kam, konnte damit begonnen werden. Derzeit ist das Dach am Entstehen.

 

Aufgrund der gestiegenen Schülerzahlen sind die bisherigen sanitären Anlagen nicht mehr ausreichend. Wir haben mit dem Bau von 5 weiteren Toiletten begonnen und auch weitere Duschräume für Mädchen gebaut.

Auch ergab sich die Notwendigkeit, mehr Schlafplätze zu schaffen. Wir mußten umstrukturieren, bereits vorhandene Räumlichkeiten renovieren und als Räume für die Unterkunft von Mädchen zur Verfügung stellen. Obwohl wir dankenswerter Weise bereits Spenden für die Toiletten und Erweiterung der Schlafplätze erhielten, reicht das vorhandene Geld leider nicht aus. So wäre ich sehr froh und dankbar, wenn Sie/Ihr uns hierbei finanziell unterstützen könntet. Das Erziehungsministerium hat hierzu je nach Schülerzahl auch klare Vorgaben und inspiziert die Schule regelmäßig. So sind wir in der Tat etwas unter Druck.

 

Das seit längerem geplante Waisenhaus konnte zwar nicht realisiert werden, aber dank Spenden konnten Räume für Kinder gebaut werden, die sonst kein zu Hause haben. Auch dafür bin ich sehr dankbar.

Zwischenzeitlich ist der lang erwartete und überfällige Regen gekommen und jetzt sind vor allem die Frauen auf den Feldern aktiv, um Erntevorräte zu schaffen. Bis es so weit ist, dauert es noch. So muss diese Zeit noch überbrückt werden, was überhaupt nicht einfach für die Menschen in meiner Umgebung ist. Mit einer gewissen Gelassenheit nehmen sie es hin, was oft genug für mich ein Phänomen ist.

 

Ich wünsche Allen ein frohes Osterfest und grüße aus Uganda.

Christiane Maleika