Hilfe fuer Tororo/Uganda e.V.

Newsletter zu Ostern 2016

Sehr geehrte Damen und Herren,

Liebe Freundinnen und Freunde,

zum bevorstehenden Osterfest senden wir, der Vorstand und unsere Partner in Tororo herzliche Grüße.

So nehme ich das zum Anlas, um über die Entwicklung unserer Projekte seit meiner Rückkehr nach Deutschland Anfang Februar zu berichten. Die recht frühe Rückkehr in unsere hiesige Nässe und Kälte  ergab sich, da am 18.2. Wahlen in Uganda anstanden und eine große Unsicherheit in der Bevölkerung bestand, ob das friedlich ablaufen würde. Auch ich war verunsichert.

Nun, die Wahlen sind vorbei. Der seit 30 Jahren amtierende Präsident wurde mit 60 % wiedergewählt, der stärkste Oppositionsführer erhielt 35 %. Dagegen klagt er, weil er Wahlfälschungen vermutet. Die überwiegende Grundstimmung der Menschen vor meiner Abreise war jedoch, dass sie keine wesentliche Veränderung wollen bzw. sich nicht vorstellen konnten, dass sie von einer anderen Partei besser in ihren Anliegen vertreten werden.

In Tororo war es nach den Wahlen für einige Tage unruhig, aber das lag insbesondere daran, dass der bisherige Parlamentsabgeordnete abgewählt wurde. Seine Anhänger protestierten und gingen  für ihn auf die Strasse. Schon während meiner Zeit in Tororo erlebte ich, wie die jeweiligen Kandidaten vor allem Jugendliche um sich versammelten, die auf LKWs mit lauter Propanda und Musik durch die Stadt fuhren. Das erwies sich für einige Leute als kleiner Nebenverdienst.

Aufgrund der Wahlen begann das Schuljahr 2016 erst am 22.2. Langsam pendelt sich alles ein und bis jetzt haben sich 185 Jungen und Mädchen angemeldet, mit weiteren Anmeldungen rechnet die Schulleitung. Darunter ist ein größerer Bedarf an Internatsplätzen als bisher, vor allem für Jungen aber zunehmend auch für Mädchen. So ist der Bau eines weiteren Schlafhauses für jeweils Jungen und Mädchen einer der Schwerpunkte in diesem Jahr.

Eine größere Zahl an Internatsschülerinnen und -schülern bedeutet auch, dass mehr Frühstück-, Mittag- und Abendmahlzeiten benötigt werden und sich somit das Budget der Schulspeisung erheblich erhöht. Das hierfür verwendete Maismehl und die Bohnen müssen zu höheren Preisen eingegekauft werden, was vor allem daran liegt, dass es aufgrund von Klimaverschiebungen immer öfter Missernten gibt.

Eine Möglichkeit, das Budget für die Nahrungsmittel zu entlasten, ist die Installation einer elektrisch betriebenen Getreidemühle in der Nähe unserer Schule. Normalerweise muß der Mais, Maniok und Reis in weiter entfernten Getreidemühlen gemahlen werden, was Geld, Zeit und Transport kostet.

Auch ist eine größere Schulküche erforderlich, die bisherige mit einem Raum ist  zu klein geworden.

Zwischenzeitlich wurde das Verwaltungsgebäude so ausgestattet, dass es von dem Schulpersonal bezogen werden konnte. Dadurch wurden Räume frei, wodurch zahlenmäßig große Klassen zu kleineren Einheiten umfunktioniert werden konnten. Auch gab es Platz  für einen Computerraum.

Abschließend ist zu berichten, dass das Ende letzten Jahres gekaufte Gemeindefahrzeug für diverse Aktivitäten von den Menschen in der Gegend, in der unserer Projekte liegen, gut angenoomen wurde und verstärkt genutzt wird.

Aus meinem Bericht geht sicher hervor, dass die Weiterentwicklung der "Masimiliano Ochwo Omiel Memorial Secondary School"  immer wieder Spenden benötigt. Und so wäre ich für jede Unterstützung wieder sehr dankbar.

Mit vielen Grüßen,

gez. Dr. Christiane Maleika