Hilfe fuer Tororo/Uganda e.V.

Ostern 2018

Sehr geehrte Damen und Herren,

Tororo, d. 27.3. 2018

Liebe Freundinnen und Freunde des Vereins,

zum bevorstehenden Osterfest sende ich herzliche Grüße aus Uganda. Auch Pater Robert Omiel, die SCHULLEITUNG und das gesamte SCHULPERSONAL schIießen sich diesen Grüßen an. Sie sagen immer wieder, wie froh und dankbar sie über die Unterstützung aus Deutschland sind und bitten mich, dies auszurichten.

Über Ostern gibt es keine Schulferien wie in Deutschland, nur einige freie Tage, in der Regel von Gründonnerstag bis Ostermontag. Die Feiertage werden sehr traditionell in dieser katholischen Gegend begangen. Osterbräuche wie bei uns kennen die Menschen hier allerdings nicht.

Am Ostersamstag wird Fr. Robert mit allen Familienmitgliedern eine Messe auf dem Grundstück der Familie feiern. Das ist immer sehr schön, da er sich an Alle richtet und die Gelegenheit nutzt, familiäre aber auch gesellschaftliche Themen anzusprechen. Danach essen und trinken wir gemeinsam. Da auch viele junge Leute nach Hause kommen, machen wir Musik und tanzen.

Am Ostersonntag gehen die Menschen in die Kirche und am Abend treffen sich die Familienmitglieder, die es wollen. Wo das stattfindet, hängt vom Wetter ab, da vor einigen Wochen die Regenzeit begonnen hat.

Es regnet oft sehr heftig, und wenn dann noch ein Tropensturm und Gewitter dazu kommen, kann man schon manchmal Angst bekommen. Aber zum Glück geht es in der Regel schnell vorbei und die Sonne zeigt sich wieder. Für die Menschen ist die Regenzeit eine Zeit der „Kälte“. Da finden unsere secondhand Regen- bis hin zu Schneejacken, sogar Pullover eine Verwendung. Für mich ist es zwar auch etwas kühl aber durchaus immer noch recht angenehm. Am unangenehmsten empfinde ich, dass sämtliches Ungeziefer hervorkriecht und besonders die Mücken umherfliegen, vor allem abends bei Licht. Aber ansonsten ist alles wieder schön grün nach der langen Trockenzeit.

Dieses Jahr wird das Osterfest für unsere Schule und viele von uns „einen traurigen Anklang“ haben. Der langjährige Vorsitzende des Schulbeirats verstarb zum Jahresende 2017. Auch wenn ZACHARY OCHIENG ODOI schon längere Zeit an Krebs erkrankt war, so waren viele Menschen sehr betroffen. Sein TOD ist ein großer Verlust für unsere Schule.

Mr. Ochieng Odoi war Lehrer, dann Lehrerausbilder und schließlich lange Jahre als Schulinspektor im Südosten von Uganda bis zum Ende seines Berufslebens im Jahr 1999 tätig. Seit 2010 war er Vorsitzender unseres Schulbeirats. Das war ein großer Gewinn, denn sein Fachwissen half in der Weiterentwicklung unserer Schule sehr. Seine ruhige, ausgeglichene Art trug immer wieder dazu bei, auch In schwierigeren Zeiten, nach vorn zu schauen.

Auch mir persönlich machte er immer wieder Mut. Er war fest davon überzeugt, dass unsere Schule mit dem Motto: „Kreativität ist göttlich“ genau richtig in diese ländliche Gegend passt. Für mich war jede Beiratssitzung ein Gewinn. Selbst wenn ich mich manchmal über dieses oder jenes ärgerte und das auch zum Ausdruck brachte, gelang es ihm mit seiner positiven, verbindlichen Art, meinen Ärger konstruktiv umzuwandeln. Ich war sehr froh, dass ich ihn noch kurz vor seinem Tod besuchen konnte. Sein Interesse für unsere Schule zeigte er bis zum Schluss. Er war es auch, der unseren aktuellen Schulleiter zu uns vermittelte. Sie waren lange Jahre Berufskollegen.

Es dauerte eine Weile, bis wir als Schule das Thema Schulbeirat angehen konnten. Jetzt haben wir aber einen neuen Schulbeirat offiziell installiert und ich weiß, dass Mr. Ochieng Odoi mit unserer Wahl sehr froh sein würde. Der neue Vorsitzende ist auch ein pensionierter Schulinspektor ebenso wie seine Vertreterin. Eine Tochter von Mr. Ochieng Odoi gehört ebenfalls unserem Beirat an, was mich sehr freut. Ich verspreche mir von diesem Beirat gute Impulse und werde seine Mitglieder in einem späteren Newsletter ausführlicher vorstellen.

Seit Beginn des Jahres hat sich in unserer Schule viel getan. Darüber möchte ich aber in einem Newsletter berichten, wenn ich wieder zurück in Deutschland bin.

Abschließend bedanke ich mich wieder bei Allen sehr herzlich für jede Unterstützung unserer Projekte und verbleibe mit vielen Grüßen aus Tororo.

Christiane Maleika

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