Hilfe fuer Tororo/Uganda e.V.

Schul-bzw. Ausbildungspatenschaft

 

Liebe Freundinnen und Freunde des Vereins,                                     Tororo,d. 23.1.2020

Anfang Februar 2020 beginnt in Uganda wieder das neue Schuljahr und so wende ich mich an Sie/Euch mit der Frage bzw. Bitte, ob jemand die Möglichkeit sieht, eine Schul-bzw. Ausbildungsatenschaft zu übernehmen? Ich kenne die Jungen und die junge Frau persönlich und  weiß, dass sie ohne entsprechende Hilfe keine Möglichkeit haben, die Schule zu besuchen. Im folgenden stelle ich in Kurzform ihre Lebensgeschichte vor:

Onder Cyprian, geb. am 16.9.2016.

Dieser jetzt 3-jährige Junge wurde vor 6 Monaten zu seinen Großeltern väterlicherseits gebracht. Der Vater des Kindes erkennt ihn als Sohn nicht an. Die Mutter hat einen anderen Mann geheiratet und nahm ihn nicht in die neue Familie mit. So übernahmen die Großeltern die Verantwortung, auch wenn sie damit überfordert sind. Als ich Cyprian im Oktober 2019 kennenlernte, war er ziemlich verstört. Zwischenzeitlich hat er sich eingelebt, benötigt aber zur weiteren Erziehung die Förderung in einer Vorschule.

Es ist geplant, ihn in einer Grundschule anzumelden, in die er mit einem Schulbus morgens hinfahren und abends nachhause gebracht wird.

Die Kosten hierfür belaufen sich auf 30€/Monat.

 

Ssenono Anthony, geb.1.8.2005

Anthony lebt seit einem Jahr bei der Schwester seiner alleinerziehenden Mutter, die selbst nicht viel hat. Er besucht unsere Oberschule und geht ab dem kommenden Schuljahr 2020 in die 2. Klasse. Ich kenne ihn als fleißig und freundlich. Die Mutter hat ab Februar einen Arbeitsvertrag als Dienstmädchen in Saudi-Arabien. Wir sehen das zwar sehr skeptisch, aber sie hat wohl für sich keine andere Möglichkeit gesehen, Geld zu verdienen. Inwieweit von hier eine tatsächliche Unterstützung kommt, bleibt dahingestellt.

Um seinen weiteren Schulbesuch nicht zu gefährden, werden ebenfalls 30€/Monat benötigt.

 

Ofwono Esera, geb. 9.11.2009

Esera kommt zwar aus einer Familie mit Mutter und Vater, aber einer großen Zahl an jüngeren und älteren Geschwistern. Als ich diese Familie kürzlich besuchte, war ich schlichtweg von der Kinderschar aus 3 Familien erschlagen. Es waren 38 Kinder anwesend!Der Junge war einer, der mir einen guten Eindruck machte und  sehr großen Wert auf einen Schulbesuch legt. Er ging in eine Dorfschule und wurde von hier in die 5.Klasse versetzt. Allerdings wird sich bei dem Aufnahmegespräch in einer anderen Grundschule zeigen, ob er den Standard erfüllt. Bei ihm geht es darum, ihm mit einer besseren Schulbildung die Möglichkeit zu geben, eines Tages einen Beruf zu erlernen kann, der ihn im Leben weiterhilft.

Die Kosten belaufen sich auch auf 30€/Monat.

 

Zum Schluss möchte ich Alowo Prisca vorstellen, geb.am 25.9.1996.

 

Diese junge Frau machte ihren Abschluss der Mittleren Reife mit gutem Ergebnis und begann vor 4 Jahren die Ausbildung zur Krankenschwester.Im Verlauf dieser Ausbildung lernte sie einen jungen Mann kennen und bekam einen Sohn.Die Schwangerschaft bedeutete das Ende ihrer Ausbildung wie auch letztendlich der Beziehung. Sie kam zu ihren Eltern mit dem jetzt 1 1/2 jährigen Sohn zurück und fand kürzlich eine sehr schlecht bezahlte Arbeit als Hilfskraft in einer Krankenstation.Prisca macht gerade die Erfahrung, dass es für sie und ihren Sohn als alleinerziehende Mutter besser ist,die begonnene Ausbildung zu beenden. Allerdings muss sie die Ausbildung  von vorn beginnen, die begonnene Zeit wird nicht angerechnet. Wir suchen gerade eine Schule hier in der Nähe, damit sie sich immer wieder um ihren Sohn kümmern kann, den sie in die Obhut ihrer Eltern übergeben hat.

Die Ausbildung ist mit 50€/Monat zu veranschlagen.

In diesem Zusammenhang bedanke ich mich auch sehr herzlich bei Allen, die eine Patenschaft übernommen haben, entweder mit einer monatlichen oder auch jährlichen Spende. Ich bin über jeden Beitrag dankbar  und würde mich sehr freuen, wenn meine Bitte weitere Spender erreicht. Dieses Geld ist  gemäß des Zitats von Nelson Mandela

„Bildung ist die mächtigste Waffe, um die Welt zu verändern“ 

in der Tat eine große Hilfe.   

Wenn ich wieder zurück bin, schicke ich, wie in all den Jahren, das jeweilige Zeugnis sowie ein aktuelles Bild mit einem Brief.

 

In diesem Sinn sende ich viele Grüße aus Uganda und hoffe, dass Alle das Neue Jahr gut und gesund begonnen haben.

Christiane Maleika