Hilfe fuer Tororo/Uganda e.V.

Projekte

Die Projekte des Vereins befinden sich im Vorort Kidera, ca. 5 km vor Tororo, der Hauptstadt im gleichnamigen Bezirk im Osten von Uganda.  Der Einzugsbereich Kideras umfasst viele kleine "Dörfer". Die Stadt Tororo selbst liegt 14 km von der kenyanischen Grenze entfernt.

              Masimiliano Ochwo Omiel Memorial Secondary School                                                                                                         

Die Grundschulzeit beträgt in Uganda 7 Jahre. Nach einer Aufnahmeprüfung besteht die Möglichkeit eines vierjährigen Besuches der Sekundarschule. Nach weiteren 2 Jahren kann - mit einem dem Abitur vergleichbaren Abschluss - der Zugang zur Universität erlangt werden.

In erreichbarer Nähe der Dörfer von Kidera gibt es keine Oberschule, in der mit vernünftigen Klassenstärken und einer weitgehend einheitlichen Altersstruktur eine qualitativ, der heutigen Zeit angemessene Schulbildung vermittelt werden kann.
Der Verein unternahm 2002/2003 mit dem Bau einer Oberschule an einer aus den Dörfern gut erreichbaren Landstraße etwas, um diese Situation zu verbessern. Damit sollen die Chancen auf eine Erwerbstätigkeit erhöht werden. Besonders für Mädchen sind die  Möglichkeiten auf einem ohnehin schlechtem Arbeitsmarkt für junge Menschen vor allem in ländlichen Gegenden besonders ungünstig.
Seit dem Jahr 2004 werden in den 4 Oberschulklassen (S1-S4) Mädchen und Jungen im Alter von ca.14-18 Jahren unterrichtet, die in einer in Uganda noch relativ seltenen Tagesschule die Möglichkeit erhalten, danach entweder in weiteren 2 Jahren bis zum Abitur (bis jetzt in einer anderen Schule) oder mit einer Ausbildung ihren Berufsweg vorzubereiten. Das in Uganda übliche Schulgeld ist vergleichsweise sehr niedrig. Besonders bedürftige Schüler, insbesondere Mädchen sind von der Schulgeldzahlung befreit.

  • Der Verein "Hilfe für Tororo/Uganda e.V." bemüht sich um die Vermittlung von Schulpatenschaften für Jungen und Mädchen , damit Mädchen und Jungen jeden Alters aus besonders armen Familien bzw. sehr schwierigen familiären Situationen die Möglichkeit haben, eine Schule zu besuchen. Ohne diese Unterstützung könnten die Familien das erforderliche Schulgeld mit der für den Schulbesuch  notwendigen Ausstattung nicht aufbringen.

  • In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass für Mädchen und Jungen aus entfernteren Gegenden der tägliche Schulweg,insbesondere in der Regenzeit, eine Erschwernis für ein effektives Lernen darstellt. So wurde ein Schlafhaus für Mädchen und Jungen gebaut.
  • Es wurden Computer beschafft, um den Schülerinnen und Schülern den Umgang mit den modernen Medien zu vermitteln. Allerdings ist der Bedarf bei der aktuellen Schülerzahl weiterhin gegeben, um den Erwerb von vertieften Kenntnissen zu ermöglichen.

  • Zwei Köchinnen bereiten in einer kleinen Schulküche die landesübliche Schulspeisung zu.

  • Eine Mehrzweckhalle dient für Schulversammlungen sowie als Prüfungsraum.

  • Ein Verwaltungsgebäude entstand mit Räumen für die Schulleitung und für Lehrer im Jahr 2016.

  • Die "Masimilinao Ochwo Omiel Memorial Secondary School"  ist mit einem handbetriebenen Brunnen, Regenwassertanks, seit 2016 mit einem Anschluss an die nationale Wasserversorgung sowie Solarlicht ausgestattet

 

Masimiliano Ochwo Omiel Memorial Center

 

  • Auf dem Land arbeitet eine Frau durchschnittlich 16 Stunden am Tag. Feld hacken, Wasser holen, Feuerholz sammeln, Essen zubereiten, Kinder versorgen - das alles gehört zu ihren Aufgaben. Abnehmende landwirtschaftliche Erträge und immer weitere Wege zum Sammeln von  Brennholz angesichts fortschreitender Entwaldung vergrössern ihre Last. Gelegentlich können die Frauen auf dem Markt ihre Feldfrüchte gegen andere Naturalien eintauschen, allerdings nur selten gegen Geld. Frauen leisten einen deutlich überproportionalen Beitrag zur Ernährung und für das Überleben der Familie, sind jedoch bezüglich Entlohnung, Arbeitszeit und materieller Versorgung extrem benachteiligt.
    Die Aufgaben von Mädchen und Frauen werden eher in der Hausarbeit und der Familienfürsorge gesehen. Bildungsanstrengungen vieler Eltern sind für Mädchen deutlich geringer als für Jungen. Besonders drastisch ist der Unterschied bei dem Besuch der weiterführenden Schulen. Es ist daher wenig verwunderlich, dass Mädchen einen geringeren Zugang zu bezahlten Tätigkeiten haben, und wenn, dann in schlecht entlohnten.
     

 In dem 2007 erbauten Frauenzentrum in Kidera sollen die Frauen lernen, wie sie aus eigener Kraft ihre Lebenssituation verbessern, das Haushaltseinkommen erhöhen und den Armutskreislauf durchbrechen können. Oft genug sind die Männer auf der Suche nach einem Job in die Städte gezogen.

  •  In dieser Gegend gibt es noch die Möglichkeit, mit Näharbeiten Geld zu verdienen.Deshalb haben wir als Verein eine Nähstube eingerichtet, in der derzeit eine erfahrene Näherin eine Änderungsschneiderei unterhält. Gelegentlich unterrichtet sie auch Mädchen und Frauen beim Erlernen von Schneiderarbeiten.
  • Das Zentrum steht auch für die Bevölkerung für regelmäßige Treffen zur Verfügung. Ein Beispiel: In den letzten Jahren sind sog. Spargruppen entstanden, in der Frauen kleine Geldsummen ansparen können, die ihnen nach vorher vereinbarter Zeit oder in einer besonderen Notlage ausgezahlt werden. Gelegentlich besuchen auch Männer diese Treffen.
  • Frauen nutzen dieses Zentrum ebenfalls als Ort, um eigenen Aktivitäten nachzugehen, wie z. B. dem Verkauf von Second-Hand-Kleidung, Gemüse-und Obst aus Eigenanbau. Backwaren, die in der angegliederten Bäckerei von Frauen hergestellt werden, gehören auch zum Angebot.
  • Ein Gemeindefahrzeug konnte im Dezember 2015  angeschafft werden und steht den Menschen dieser Gegend als Transportmittel für diverse Aktivitäten z.B. in Krankheitsfällen, Familienereignissen u.ä. zur Verfügung. Auch die "Masimiliano Ochwo Omiel Memorial Sec. School" nutzt dieses Fahrzeug z.B. für den Transport bei Schulveranstaltungen.
  • Eine elektrische Getreidemühle gehört seit 2017 zu den Projekten des Vereins. Sie soll den Menschen helfen, ihr Getreide zu mahlen, ohne den weiten Weg in die Stadt auf sich nehmen zu müssen.


                         Wasser- und Energieversorgung

 

In den Dörfern im Bezirk Tororo gibt es für die meisten Menschen keinen Strom und kein fliessendes Wasser. Wasserquellen finden sich in sehr unterschiedlicher Entfernung zum Wohnort. Entsprechend der afrikanischen Tradition wird es mehrmals täglich von den Frauen und jungen Mädchen in Kanistern, die sie auf dem Kopf tragen, herbeigeschafft. Dieser mühsame Transport führt natürlich zu einem eher sparsamen Verbrauch, auch bei der persönlichen Hygiene. Dadurch werden unterschiedliche Krankheiten wie z..B. Durchfall-, Haut- und Wurmerkrankungen vor allem bei Kindern begünstigt.
Die Landbevölkerung kocht mit Holzfeuer. Der sich dabei entwickelnde Rauch macht vielen gesundheitlich zu schaffen.

  • Zwischenzeitlich wurden nationale Wasserleitungen verlegt und Strommasten erbaut. Das ist ein großer Fortschritt, aber für  Menschen, die meistens als Kleinbauern ihren Lebensunterhalt verdienen, fast nicht zu finanzieren.
  • In einem sonnenreichen Land wie Uganda bietet sich die Versorgung mit Solarenergie geradezu an. Allerdings sind die Beschaffungskosten für die Menschen vor Ort in der Regel noch zu hoch. Der elektrische Strom ist nach wie vor die Stromquelle der Wahl, auch wenn häufige, regelmäßige Stromausfälle und die monatliche Stromrechnung das Leben sehr erschweren.