Hilfe fuer Tororo/Uganda e.V.

Tätigkeitsbericht 2018

Masimiliano Ochwo Omiel Memorial Secondary School

250 Schülerinnen und Schüler wurden zum Ende des Schuljahres 2018 in den Klassen 1-4 unterrichtet, davon 129 Mädchen und 121 Jungen. Im Jahr 2017 waren es zu diesem Zeitpunkt insgesamt 188 Schüler mit 98 Mädchen und 90 Jungen. 29 Schülerinnen und 16 Schüler absolvierten die staatliche Prüfung der Mittleren Reife am Ende der vierten Oberschulklasse im Oktober/November 2018.

161 Schüler waren internatsmäßig untergebracht, davon 63 Jungen und 98 Mädchen. Alle anderen sind Tagesschülerinnen- und Schüler.

Sieben vollzeit- und 13 teilzeitbeschäftigte Lehrer, davon zwei Lehrerinnen sowie neun Hilfskräfte gehören zum Team des Schuldirektors, der seit 2014 tätig ist.

Die Schulspeisung gehört seit Jahren zum Angebot der Schule, auch der Unterricht in Landwirtschaft und im Schneiderhandwerk. Die immer weiter ansteigenden Lebenshaltungskosten, die Auswirkungen der Klimaveränderungen sowie eine hohe Erwerbslosigkeit führen nach wie vor dazu, dass die Bezahlung des für ugandische Verhältnisse sehr geringen Schulgeldes für viele Familien ein Problem ist. Somit ist auch das Budget der Schule betroffen. Der Verein muss daher bei der Bezahlung der Gehälter des Schulpersonals und der Schulspeisung immer wieder unterstützend eingreifen, ebenso wie bei Renovierungs-bzw. Reparaturarbeiten und der Versorgung mit Schulmaterialien und Schulmobiliar.

Eine im Jahr 2016 gegründete Lehrer-Eltern-Fördergemeinschaft traf sich auch im Jahr 2018, ebenso wie der Schulbeirat nach der Benennung eines neuen Vorsitzenden und neuer Mitglieder. Zum Jahresende organisierten ehemalige Schülerinnen und Schüler ein Treffen und haben sich zu einem Verein „Ehemaliger“ zusammengeschlossen. Der Vorsitzende gehört ab 2019 auch zum Schulbeirat.

Ein Schulbau mit drei Klassenräumen wurde im Februar 2018 fertiggestellt. Grundsätzlich waren diese Räume für die 2 zum Abitur führenden Klassen vorgesehen. Da sich in der ersten Oberschulklasse am Anfang des Schuljahres 2018 im Februar aber 97 Mädchen und Jungen angemeldet hatten, musste die Schülerzahl geteilt und Parallelklassen eingerichtet werden. So wurden Räume für die ersten Oberschulklasse genutzt.

Da mehr Mädchen als Jungen unsere Schule besuchen, erfolgte eine Umstrukturierung der vorhandenen Internatsräume. Es gibt jetzt vier Schlafräume für Mädchen auf dem Hauptgelände, die mit einem Neubau von 2 Räumen erweitert wurden. Das ursprüngliche Schulgelände beherbergt nun 3 Schlafräume für Jungen, einen neu geschaffenen Computerraum und ein kleines Haus für zwei Lehrer zur „Überwachung“ der Schüler. Das Verwaltungsgebäude aus der Anfangszeit der Schule steht Lehrerinnen als Unterkunft zur Verfügung, das derzeit von drei Frauen bewohnt wird.

Am Anfang des Schuljahres 2018 wurde die neue Schulküche mit drei energiesparenden Kochstellen und einem Vorratsraum in Betrieb genommen.

Die „alte“ Schulküche wurde in eine Unterkunft für eine Hausmutter für Mädchen umgebaut, die als Alleinerziehende hier mit zwei Kindern lebt.

Im aktuellen Verwaltungsgebäude gibt es einen Raum für den Schulleiter, seinen Vertreter sowie den Studienleiter. Nachdem Anfang 2018 die elektrische Stromversorgung erfolgte, arbeitet der Buchhalter mit einem Computerprogramm. Der Schulsekretärin steht auch ein Computer mit Drucker und Kopierer zur Verfügung. Darüber hinaus konnten in 2018 alle Schulgebäude und umliegende Dorfzentren mit Solarbeleuchtung ausgestattet werden.

Es wurden weitere Schulbücher und Computer gekauft, was für die Schule eine gute Weiterentwicklung ist.

Das Schultor des alten und neuen Schulgeländes wurde neugestaltet.

Schulpatenschaften

25 Jungen und Mädchen werden von Einzelpersonen gesponsert, von der Vorschule bis zum Abitur. Davon beendeten zwei Jungen und ein Mädchen die Grundschule, drei Jungen die Mittlere Reife, ein Junge machte das Abitur und ein Mädchen beendete ihr Studium der Betriebswirtschaft und feierte im Dezember 2018 ihren Abschluss an einer Universität in Kampala. Ein Mädchen absolviert ihr Lehramtsstudium im zweiten Jahr, zwei Jungen das dritte Studienjahr (Lehramt und Betriebswirtschaft). Ein Mädchen graduierte im Februar 2018 an der Makerere Universität in Kampala im Fach der Städteplanung. Ein Mädchen beendete die Ausbildung als Friseurin, ein Junge als Metallwerker.

15 Jungen und Mädchen werden als Schülerinnen und Schüler der „Masimiliano Ochwo Omiel Secondary School“ unterstützt.

Zentrum für Frauen mit Bäckerei, Näherei, Krämerladen und Getreidemühle

Die Aktivitäten in diesem Zentrum sind nach wie vor die der Vorjahre. Geldspargruppen treffen sich hier, die besonders von Frauen besucht werden. Die Menschen sparen regelmäßig Geld, das sie erübrigen können. Im Notfall können sie dann auf dieses Geld mit einem Kredit zurückgreifen bzw. sich eine kleine Existenz aufbauen.

Die Bäckerei, die in den letzten Jahren von Frauen betrieben wurde, ist nach wie vor aktiv. Leider ist das Problem der Vermarktung der guten Backprodukte nach wie vor nicht zufriedenstellend gelöst. In der Näherei werden junge Mädchen und Frauen je nach Vorkenntnissen von der langjährigen Näherin zwischen drei bis sechs Monaten ausgebildet.

Das Ende 2015 gekaufte Gemeindefahrzeug hilft den Menschen in dieser Gegend nach wie vor in Krankheits-bzw. anderen Notfällen und steht für Verbesserungen bei Handels- und Verkaufsaktivitäten sowie Aktivitäten der „Masimiliano Ochwo Omiel Memorial Secondary School“ zur Verfügung.

Die Getreidemühle konnte nach dem Bau des Schutzgebäudes und der Wechselstromversorgung in Betrieb genommen werden. Sie wird rege genutzt, trotz immer wiederkehrender Pannen bei der Stromversorgung.

Die Versorgung mit Wasser in diesem Zentrum erfolgt zwischenzeitlich über die staatliche Wasserleitung.

Hilfen vor Ort

Es gibt immer wieder Situationen, in denen Menschen schwer erkranken und einen Krankenhausaufenthalt bzw. ärztliche Hilfe benötigen. Hierfür haben sie oft kein Geld. So werden sie vom Verein z.B. im Notfall bei der Bezahlung eines Krankenhausaufenthaltes oder Arztbesuches sowie der Medikamente unterstützt. Auch in schwierigen Lebensumständen hilft der Verein z.B. bei dem Kauf von Lebensmitteln. Vor allem für Frauen und Kinder war im Jahr 2018 der Hunger nach wie allgegenwärtig, vor allem in der ersten Jahreshälfte. Perioden mit heftigem Regen und längerer Trockenzeit als üblich vernichtete die Aussaat. Die Verschiebungen von Regen- und Trockenzeiten auf Grund der Klimaveränderungen sind für die Bauern immer schwerer einzukalkulieren. Die Ernte der zweiten Saison war besser, Regen und Trockenheit waren etwas ausgewogener.

Gez. Dr. Christiane Maleika

Tororo, d. 01.02.2019