Hilfe fuer Tororo/Uganda e.V.

Tätigkeitsbericht 2017

Es werden 200 Schüler in den Klassen 1-4 unterrichtet, davon 111 Mädchen und 89 Jungen. 28 Schülerinnen und Schüler absolvierten die staatliche Prüfung der Mittleren Reife am Ende der 4. Oberschulklasse.


104 Schüler waren internatsmäßig untergebracht, davon 40 Jungen und 64 Mädchen. Alle anderen sind Tagesschülerinnen und Schüler.


6 vollzeit- und 11 teilzeitbeschäftigte Lehrer, davon 1 Kunstlehrerin sowie 9 Hilfskräfte gehören zum Team des Schuldirektors, der seit 2014 in der Schule mit gutem Erfolg tätig ist.


Die Schulspeisung gehört wie all die Jahre zum Angebot der Schule, auch der Unterricht in Landwirtschaft und im Schneiderhandwerk. Die immer weiter ansteigenden Lebenshaltungskosten und die Auswirkungen der Klimaveränderungen führen nach wie vor dazu, dass die Bezahlung des Schulgeldes für viele Familien ein Problem ist. Somit ist auch das Budget der Schule betroffen. Der Verein muss bei der Bezahlung der Gehälter des Schulpersonals und der Schulspeisung daher immer wieder unterstützend eingreifen, ebenso wie bei Renovierungs- bzw. Reparaturarbeiten und der Versorgung mit Schulmaterialien.


Die Lehrer-Eltern-Fördergemeinschaft traf sich auch im Jahr 2017, ebenso wie der Schulbeirat. Leider verstarb der sehr engagierte und erfahrene Vorsitzende des Schulbeirates Ende 2017.


Im Jahr 2017 konnte das Schlafhaus für Jungen fertiggestellt werden. Am 25. März 2017 fand das Einweihungsfest im Beisein der Gesundheitsministerin und weiterer lokaler Persönlichkeiten aus Politik und Kultur sowie des Erziehungsministeriums statt.


Es wurde eine größere Schulküche gebaut. Die „alte“ Schulküche wurde in eine Unterkunft für einen diensthabenden Lehrer umgebaut, der für die Jungen zuständig ist.


Es konnten Schulbücher und Computer gekauft werden, was für die Schule eine gute Weiterentwicklung ist.

 

Schulpatenschaften

25 Jungen und Mädchen werden von Einzelpersonen gesponsert, von der Vorschule bis zum Abitur.


2 Jungen und 1 Mädchen beendeten die Grundschule, 1 Mädchen begann das Lehramtsstudium, 2 Jungen das 2. Studienjahr (Lehramt und Betriebswirtschaft). 1 Mädchen befindet sich im letzten Semester des  Betriebswirtschaftsstudiums. Ein Mädchen graduierte im Februar an der Makerere Universität in Kampala. Ein Mädchen beendete die Ausbildung als Friseurin.


17 Jungen und Mädchen werden als Schülerinnen und Schüler der „Masimiliano Ochwo Omiel Secondary School“ unterstützt.

 

Zentrum für Frauen mit Bäckerei, Näherei, Krämerladen und Getreidemühle

Die Aktivitäten in diesem Zentrum sind nach wie vor die der Vorjahre. Geldspargruppen treffen sich hier, die besonders von Frauen besucht werden. Die Menschen sparen regelmäßig Geld, das sie erübrigen können. Im Notfall können sie dann auf dieses Geld mit einem Kredit zurückgreifen bzw. sich eine kleine Existenz aufbauen.


Die Bäckerei, die in den letzten Jahren von Frauen betrieben wurde, ist nach wie vor aktiv. Leider ist das Problem der Vermarktung der guten Backprodukte nach wie vor nicht zufriedenstellend gelöst.


Das Ende 2015 gekaufte Gemeindefahrzeug hilft den Menschen in dieser Gegend nach wie vor in Krankheits- bzw. anderen Notfällen und steht für Verbesserungen bei Handels- und Verkaufsaktivitäten sowie Aktivitäten der „Masimiliano Ochwo Omiel Memorial Secondary School“ zur Verfügung.


Die im Jahr 2017 installierte Getreidemühle konnte nach dem Bau des Schutzgebäudes und der Wechselstromversorgung in Betrieb genommen werden. Sie wird rege genutzt, trotz gelegentlicher Pannen bei der Stromversorgung.


Die staatliche Wasserversorgung konnte in diesem Zentrum installiert werden.


Hilfen vor Ort

Es gibt immer wieder Situationen, in denen Menschen schwer erkranken und einen Krankenhausaufenthalt bzw. ärztliche Hilfe benötigen. Hierfür haben sie oft genug kein Geld. So werden sie vom Verein z.B. im Notfall bei der Bezahlung des Krankenhausaufenthaltes oder Arztbesuches sowie der Medikamente unterstützt. Auch in schwierigen Lebensumständen hilft der Verein z.B. bei dem Kauf von Lebensmitteln. Vor allem für Frauen und Kinder ist der Hunger allgegenwärtig gewesen, vor allem in der 1. Jahreshälfte, aufgrund zu heftigen Regens und dazwischen großer Trockenheit. Die Ernte der 2. Saison war besser, Regen und Trockenheit war etwas ausgewogener.


Gez. Dr. Christiane Maleika
Tororo/Uganda, den 18.01.2018

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