Hilfe fuer Tororo/Uganda e.V.

Tätigkeitsbericht 2010

Schule

In der „Masimiliano Ochwo Omiel Memorial Secondary School" wurden in den Klassen S1-S4 insgesamt 75 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Davon absolvierten 25 die staatliche Abschlussprüfung am Ende der 4.Oberschulklasse im Oktober/ November 2010.

Sie wurden von 10 Lehrern unterrichtet, darunter dem Schuldirektor und stellvertretendem Direktor entsprechend des ugandischen Lehrplans.

Nachdem die Schule am 4.2.2008 die offizielle Registrierung beim Erziehungsministerium von Uganda bekam, waren regelmäßig deren Inspektoren vor Ort, um den ordnungsgemäßen Schulablauf zu überprüfen. Die Abschlussprüfungen fanden in diesem Jahr erneut in der schuleigenen Halle statt, auch für Schülerinnen und Schüler einer benachbarten Schule ohne offizielle staatliche Anerkennung.

Das Schulpersonal ist unverändert, auch die Schulgebühren einschließlich der Schulspeisung. Die materielle Situation der Familien, die unsere Schule besuchen, hat sich weiterhin verschlechtert. So unterstützte der Verein auch in diesem Jahr regelmäßig die Schule. Gute und fleißige Schülerinnen und Schüler von besonders armen Eltern wurden bzw. werden nach wie vor vom Schulgeld befreit.

Es wurden wieder notwendige Renovierungs- und Malerarbeiten der seit 2004 in Betrieb befindlichen Gebäude durchgeführt. Es entstand eine neue Küche, da die vorher erbaute einem Unwetter zum Opfer fiel.

Das neue Schulgebäude mit einem gut ausgestatteten naturwissenschaftlichem Labor und einem Lehrerzimmer wurde in Betrieb genommen. Auch hier waren staatliche Auflagen zu erfüllen.

Der Verein kaufte ein an das Schulgelände angrenzendes Stück Land. Dort war ein Schulgarten im Entstehen, um den Schülerinnen und Schülern im Rahmen des Unterrichtsfaches "Landwirtschaft" beizubringen, wie der Lebensunterhalt mit selbst angebauten Landwirtschaftsprodukten verbessert werden kann. Eine Umfriedung des Geländes insbesondere zum Schutz vor frei weidenden Tieren war hierfür notwendig.

Gesundheitserziehungszentrum

Hier finden Kurse mit präventiven Angeboten wie HIV-,Ernährungs-,Familienplanung-, Hygiene-, sowie Impfungen statt. Es wird von Veronica Nyadoi geleitet, die den Bachelor of Arts in "Community Based Development" (Sozialarbeiterin) im April 2010 von der Nkumba University in Entebbe zuerkannt bekam.

Bäckerei

Sie wurde erbaut, um aus dem Erlös der Backwaren das Gesundheitszentrum bzw. deren Personal zu finanzieren.

Von 1 Bäcker werden Brötchen und Kleinbackwaren hergestellt. Sie werden in einem Laden in dem Frauenzentrum von Frauen und von Fahrradverkäufern in den umliegenden Dörfern verkauft.

Toiletten-Anlage und Wasserbrunnen

Eine Toiletten-Anlage und ein Wasserbrunnen mit Handpumpe wurden auf dem Gelände des Gesundheitsberatungszentrums zur Benutzung für die Öffentlichkeit der umgebenden Dörfer erbaut und wird gut genutzt. Das Gelände wurde umzäunt und mit einem Eingangstor versehen.

Frauenförderung

Das Frauenzentrum wird von den Frauen der Umgebung und einzelnen Frauengruppen für unterschiedliche Aktivitäten genutzt. Eine Nähstube mit 4 Nähmaschinen wurde eingerichtet. Eine engagierte Näherin unterrichtet junge Mädchen und Frauen.

Der Verein unterstützte den Bau von 2 kleinen "Steinhäusern" für 2 besonders bedürftige Frauen mit ihren Kindern, nachdem ihr jeweiliges Lehmhaus aufgrund eines Unwetters unbewohnbar wurde.

Schulpatenschaften

Im April 2010 bekam Veronica Nyadoi, die von verschiedenen Seiten finaziell unterstützt wurde, den "Degree of Bachelor of Arts in Community Based Development" der Nkumba University, Entebbe, zuerkannt.(s.o.)

Ein Mädchen und ein Junge machten das Abitur, ein Junge und 2 Mädchen die Mittlere Reife, 2 Mädchen die Abschlussprüfung der Grundschule.

Für derzeit 33 Jungen und Mädchen bestehen Schulpatenschaften von der Grundschule bis zum Gymnasium.

Solar

Am Schulgebäude der "Masimiliano Ochwo Omiel Memorial Secondary School" mit dem angegliederten Schlafhaus für Mädchen sowie ein Gebäude in dem Masimiliano Ochwo Omiel Counseling Center wurden mit Solarstrom ausgestattet.

gez. Dr. Christiane Maleika

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