Hilfe fuer Tororo/Uganda e.V.

Tätigkeitsbericht 2007

1. Schule:Die Masimiliano Ochwo Omiel Secondary School unterrichtete in den Klassen S1-S4 insgesamt 120 Schülerinnen und Schüler, davon absolvierten 27 die staatliche Abschlussprüfung am Ende der 4.Oberschulklasse im November 2007.Es unterrichten 10 Lehrer und und eine Lehrerin, darunter der Schuldirektor und der stellvertretende Direktor entsprechend des ugandischen Lehrplans.Der Schulbeirat, der sich regelmäßig trifft, engagierte einen neuen Direktor aus mehreren Bewerbern. Er gehörte bereits seit Beginn des Schulbetriebes 2004 zum Lehrpersonal und kennt sich gut aus.Weiterhin arbeiten nach wie vor eine Köchin, ein Hilfskoch, 2 Wachmänner und eine Bürohilfe.Das Schulgeld einschließlich einer täglichen Schulspeisung beträgt unverändert 45.000 Ugsh( ca. 21 Euro im Quartal). Besonders bedürftige Schüler, insbesondere Mädchen, sind auch weiterhin von der Zahlung von Schulgeld befreit.Es wurde als weiterer Bau eine Mehr Zweck Halle errichtet, die zum Anfang des Schuljahres im Februar 2007 fertig war. Sie dient als Unterrichtsraum für einzelne Fächer und als Schulkantine, in der die Schülerinnen und Schüler unabhängig der Witterungen die tägliche Schulspeisung einnehmen.Darüber hinaus finden hier die landesweit einheitlichen Abschlussprüfungen statt.Da die Klassenräume relativ klein sind und 3-4 Schüler auf einer Schulbank sitzen, ist die Gefahr des Abschreibens sehr groß, so dass jede Schülerin, jeder Schüler in einer entsprechend großen Halle weit genug auseinander sitzen muss. Dies ist eine der Voraussetzungen zur definitiven Registrierung der Schule beim Erziehungsministerium.Der ursprünglich als Krankenstation vorgesehene Bau dient aufgrund der großen Zahl an Schülerinnen und Schülern seit Beginn des Schulbetriebes als Bürogebäude mit Lehrerzimmer, Büroräumen für Direktor und Stellvertreter, Elternsprechzimmer und Materialraum.2. Nebengebäude:Es dient als Studierzimmer und enthält auch einen Raum für die Bücher, die an die Schüler während der Schulpausen und in Unterrichts freien Zeiten ausgeliehen werden. Es ist für die große Zahl der Schüler mittlerweile viel zu klein. Eine Erweiterung ist dringend notwendig.3. Strom- und Wasserversorgung:Die Solar- Kocher gehören nach wie vor zu dem Inventar, auch die Solar-Lampen.Die Wasserversorgung erfolgt über 2 große Regenwassertanks, die immer gut gefüllt sind, insbesondere nach dem heftigen Regen in den letzten Monaten.4. Frauenförderung:Im August 2005 hat sich in den Buschdörfern eine Gruppe von 50 Frauen zusammengeschlossen, die im Oktober 2005 unter dem Namen „Moruwa Guma Women Devt. Association“als Verein registriert wurden. Jeweils 10 Frauen haben gemeinsame Aktivitäten entwickelt, um ihre Lebensbedingungen und die ihrer Kinder zu verbessern. Der Verein „ Hilfe für Tororo/Uganda e. V. unterstützte sie dabei, anfangs mit Startkapital. Mittlerweile gab es Zuwendungen, die den Bau eines Frauenzentrums mit einem Treffpunkt für die o. a. Frauengruppe und einer Ausbildungsmöglichkeit für Frauen in der Schneiderei finanziert. Dieses Projekt befindet sich in der Startphase.5. Schulpatenschaften:Zwischenzeitlich besuchen 3 Mädchen und zwei Jungen die Oberschule, weitere 11 Jungen und Mädchen werden von Paten-Eltern für den Schulbesuch unterstützt.Eine junge Frau, Veronica Nyadoi, wird bei ihrem Studium zur Gemeindehelferin unterstützt, das sie im Oktober 2006 aufgenommen hat. Trotz ihrer Belastung mit 2 Kindern das Studium zu bewältigen ist sie sehr eifrig und ernsthaft dabei.6. Gesundheitserziehungszentrum:Der Verein hat einen Antrag beim BMZ gestellt, um ein Gesundheitserziehungszentrum und auch eine Bäckerei finanziert zu bekommen. Diesem Antrag wurde entsprochen. Die Vorbereitungsarbeiten laufen. Das notwendige Eigenkapital wurde gesponsert.Mit der Errichtung eines Zentrums zur Gesundheitserziehung soll die Gesundheitsvorsorge der dortigen Bevölkerung systematisch ermöglicht werden, zum einen mit Präventivprogrammen wie Schwangerenvorsorge, Mutter- und Kindversorgung, zum anderen mit Ernährungs- Umwelt-und Hygieneberatung, Suchtberatung, Vorberatung bei Verdacht auf HIV, TB, Geschlechtskrankheiten, Nachberatung bei positivem Aidstest, nachgewiesener TB und Geschlechtskrankheit. Hierzu ist der Bau und die Ausstattung einer Gesundheitsstation notwendig, sowie die Einstellung des hierfür notwendigen Personals. Dieses Zentrum soll sich mit dem Betrieb einer Bäckerei finanzieren, die Bestandteil der Förderung des BMZ ist.7. ToRuDeFo (TORORO RURAL DEVELOPMENT FORUM)Der Partnerverein in Tororo erhielt eine Förderung der Deutschen Botschaft in Kampala zum Aufbau einer Schreinerwerkstatt, in der 10 Jugendliche eine Schreinerausbildung machen können. Weitere 7 Schreiner fanden eine Anstellung.Gez.Dr.Christiane Maleika

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