Hilfe fuer Tororo/Uganda e.V.

Tätigkeitsbericht 2015

Schule

Im Jahr 2015 wurden in der „Masimiliano Ochwo Omiel Memorial Secondary School“ 194 Schüler in den Klassen 1-4 unterrichtet, davon 92 Mädchen und 102 Jungen. 37 Schülerinnen und Schüler absolvierten die Prüfungen der Mittleren Reife am Ende der 4. Oberschulklasse. Im Vergleich zum Jahr 2014 erhöhte sich die Zahl der Schülerinnen und Schüler um 30% (46). Mit einem weiteren Anstieg ist zu rechnen, da die Schule einen guten Ruf hat. Für 20 besonders bedürftige Schülerinnen und Schüler bezahlte der Verein das Schulgeld.

Die Schulspeisung gehört nach wie vor zum Angebot der Schule, auch der Unterricht in Landwirtschaft. Die weiter angestiegenen Lebenshaltungskosten belasten das Budget der Schule. Die Familien, aus denen unsere Schüler stammen, haben immer wieder große Schwierigkeiten, das ohnehin geringe Schulgeld zu bezahlen. Das hängt oft genug mit den Missernten bzw. Ernteausfällen aufgrund der Klimaveränderungen mit außerordentlichen Hitzeperioden sowie überaus starkem Regenfällen zusammen. Auch gibt es in dieser Gegend als Erwerbsquelle für viele Menschen nur die Gelegenheitsarbeit. Der Verein muss bei der Bezahlung der Gehälter des Schulpersonals und der Schulspeisung daher immer wieder unterstützend eingreifen.

Der seit 2014 tätige, sehr erfahrene Schuldirektor leitete auch im Jahr 2015 die Schule. Eine Verlängerung seines Vertrages ist für 2016 und weitere Jahre festgelegt.

Entsprechend den Vorschriften des ugandischen Erziehungsministeriums wurde die Zahl der vollzeitbeschäftigten Lehrer auf sieben erhöht, neun Lehrer arbeiteten in Teilzeit, sieben Männer und Frauen gehörten zum Hilfspersonal, wie in den Vorjahren.

Eine Lehrer-Eltern-Fördergemeinschaft wurde von dem Schulleiter initiiert und der Schulbeirat gestärkt. Beide Organe arbeiten beratend und sehr engagiert bei der Weiterentwicklung der Schule.

Die ländliche Elektrifizierung erreichte auch unsere Schule. So konnte die notwendige Stromversorgung von Schulräumen erfolgen, vor allem für die Installation der Computer. Im Jahr 2015 wurde ein Verwaltungsgebäude gebaut, eine neue Toilettenanlage mit fünf weiteren Toiletten sowie neue Duschräume. Die ursprünglichen Toiletten- und Duschanlagen wurden renoviert. Die Wasserversorgung konnte aufgrund des Anschlusses an die nationale Wasserversorgung verbessert werden. Der handbetriebene Wasserbrunnen und die Regenwasserkollektion sind nach wie vor in Betrieb.

 

Schulpatenschaften

28 Jungen und Mädchen werden mit Einzelpatenschaften bei dem Besuch der Vorschule bis zum Abitur unterstützt, sowie drei Studenten, dies über die bereits erwähnten 20 Schülerinnen und Schüler der „Masimiliano Ochwo Omiel Memorial Secondary School“.

 

Frauenförderung

Immer wieder mussten alleinerziehende Frauen unterstützt werden, damit sie ihren Lebensunterhalt und den ihrer Kinder gewährleisten konnten. Leider haben Missernten als Folge des Klimawandels mit übermäßigen Hitzeperioden und heftigsten Regenfällen zugenommen, verstärkt um das Klimaphänomen El Ninho. So musste bei der Beschaffung von Lebensmitteln geholfen werden. Daneben half der Verein den Frauen bei dem Kauf von Saatgut wie Mais, Maniok, Erdnüssen, Reis, Gemüse und z.B. Tomaten, Paprika und Grünkohl, um ihre Lebenssituation perspektivisch zu verbessern.

Auch konnten zwei Küchen gebaut, und ein Haus in der Bausubstanz verstärkt werden. Hiervon profitierten zwei alleinerziehende Frauen mit ihren Kindern.

Der Verkauf von Second-Hand Kleidern war ein wesentlicher Bestandteil für eine Erwerbstätigkeit von Frauen und wurde unterstützt.

 

Masimiliano Ochwo Omiel Memorial Beratungszentrum

Die Aktivitäten in diesem Zentrum sind nach wie vor die der Vorjahre. Hinzu kam verstärkt, dass sich hier Geldspargruppen treffen, die besonders von Frauen besucht werden. Die Menschen sparen regelmäßig Geld, das sie erübrigen können. Im Notfall können sie dann auf dieses Geld zurückgreifen.

Die Bäckerei, die in den letzten Jahren von Frauen betrieben wurde, ist nach wie vor aktiv. Leider ist das Problem der Vermarktung der außerordentlich guten Backprodukte noch nicht gut gelöst.

Es konnte zum Ende des Jahres ein Gemeindefahrzeug gekauft werden, das den Menschen in dieser Gegend im Krankheits- bzw. Notfall und für Verbesserungen bei Handels- und Verkaufsaktivitäten sowie Aktivitäten der Masimiliano Ochwo Omiel Memorial Secondary School zur Verfügung steht. Es ist ein gebrauchter Toyota Regius Wagon.

Hilfen vor Ort

Es gibt immer wieder Situationen, in denen Menschen schwer erkranken und einen Krankenhausaufenthalt bzw. ärztliche Hilfe benötigen. Hierfür haben sie oft genug kein Geld. So werden sie vom Verein im Notfall bei der Bezahlung des Krankenhausaufenthaltes oder Arztbesuches sowie der Medikamente unterstützt.

Für drei Kinder konnte ein kleiner Raum gebaut werden, in dem sie Platz für ein Bett haben. Die Familie ist so arm, dass sie vorher in einem kleinen baufälligen Haus leben mussten. Diese Kinder brauchten auch immer wieder etwas zum Essen und kamen, um sich etwas zu holen.

Es konnten fünf Räume gebaut werden, in dem Kinder unterkamen, die sonst kein zu Hause haben.

gez. Dr. Christiane Maleika

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