Hilfe fuer Tororo/Uganda e.V.

Tätigkeitsbericht 2016

Schule

Im Jahr 2016 wurden in der „Masimiliano Ochwo Omiel Memorial Secondary School“ zum Ende des Schuljahres 165 Schüler in den Klassen 1-4 unterrichtet, davon 88 Mädchen und 77 Jungen, im 2. Trimester waren es 195 Schüler mit 109 Mädchen und 86 Jungen, im 1.Trimester 178 Schüler mit 97 Mädchen und 81 Jungen. 43 Schülerinnen und Schüler absolvierten die staatliche Prüfung der Mittleren Reife am Ende der 4. Oberschulklasse. 93 Schüler waren internatsmäßig untergebracht, davon 43 Jungen und 50 Mädchen.

Die Schulspeisung gehört wie all die Jahre zum Angebot der Schule, auch der Unterricht in Landwirtschaft und im Schneiderhandwerk. Die ständig ansteigenden Lebenshaltungskosten belasten nach wie vor das Budget der Schule. Die Familien, aus denen unsere Schüler stammen, haben bekanntlich immer wieder große Schwierigkeiten, das ohnehin geringe Schulgeld zu bezahlen. Das hängt oft genug, wie bereits in den Vorjahren berichtet, mit den Missernten bzw. Ernteausfällen aufgrund der Klimaveränderungen mit außerordentlichen Hitzeperioden sowie überaus starkem Regenfällen zusammen. Auch gibt es in dieser Gegend als Erwerbsquelle für viele Menschen nur die Gelegenheitsarbeit. Der Verein muss bei der Bezahlung der Gehälter des Schulpersonals und der Schulspeisung daher immer wieder unterstützend eingreifen.

Der seit 2014 tätige, sehr erfahrene Schuldirektor leitete auch im Jahr 2016 die Schule. EineVerlängerung seines Vertrages ist für weitere 3 Jahre festgelegt.

Entsprechend den Vorschriften des ugandischen Erziehungsministeriums wurde die Zahl dervollzeitbeschäftigten Lehrer auf 9 erhöht, 12 Lehrer arbeiteten in Teilzeit, 7 Männer und Frauengehörten wie in den Vorjahren zum Hilfspersonal.

Die Lehrer-Eltern-Fördergemeinschaft traf sich auch im Jahr 2016, ebenso wie der Schulbeirat. BeideOrgane arbeiten beratend und sehr engagiert bei der Weiterentwicklung der Schule.Das im Jahr 2015 erbaute Verwaltungsgebäude wurde zu Beginn des Schuljahres 2016 in Betriebgenommen. Hier gibt es jetzt Räume für den Schulleiter, seine Stellvertreterin, den Studienleiter, dieBuchhalterin sowie ein Lehrerzimmer. Aufgrund der dadurch freigewordenen Räume konntenweitere Klassenräume eingerichtet und die Zahl der Schafräume für Mädchen in dem ursprünglichenSchulkomplex erhöht werden.

Ein im Jahr 2015 gekaufter Minibus wurde auch für Schulaktivitäten genutzt.Ein Gelände, das die Schule Anfang 2016 hinzukaufte, wird seitdem als Sportplatz genutzt.Entsprechend der Vorschriften des ugandischen Erziehungsministeriums findet hier derSportunterricht statt. Wettkämpfe in den Disziplinen wie z.B. Fußball, Netz- und Volleyball finden mitanderen Schulen statt.

Schulpatenschaften

28 Jungen und Mädchen werden mit Einzelpatenschaften bei dem Besuch der Vorschule bis zumAbitur unterstützt. Von den 5 Studierenden des Jahres 2016 schloss ein Student das Studium derSeite 1 von 2Erziehungswissenschaften 2016 ab und arbeitet an unserer Schule als Lehrer. Eine Studentin der Städteplanung beendete zwar ihr Studium, bekam aber bis jetzt nicht das Abschlusszeugnis, da die Universität wegen Streiks bis zum Jahresende 2016 wochenlang geschlossen war. 2 Mädchen machten 2016 die Grundschulabschlussprüfungen, ein Mädchen die Mittlere Reife, ein weiteres Mädchen legte die Abiturprüfung ab.

Ein Mädchen, das die Mittlere Reifeprüfung 2015 absolvierte, begann 2016 die Friseurausbildung. Ein Junge macht nach dem Abschluss der Grundschule eine Metallausbildung.

Für 15 besonders bedürftige Schülerinnen und Schüler bezahlte der Verein das Schulgeld in unserer Oberschule.

Frauenförderung

Immer wieder mussten alleinerziehende Frauen unterstützt werden, damit sie ihren Lebensunterhaltund den ihrer Kinder gewährleisten konnten. Leider haben Missernten als Folge des Klimawandelsmit übermäßigen Hitzeperioden und heftigsten Regenfällen zugenommen. So musste bei derBeschaffung von Lebensmitteln geholfen werden. Das Getreide und andere Anbauproduktevertrockneten aufgrund fehlenden Regens in den Monaten des letzten Halbjahres. Die Nähstube alsAusbildungsstätte existiert nach wie vor.

Masimiliano Ochwo Omiel Memorial Beratungszentrum

Die Aktivitäten in diesem Zentrum sind nach wie vor die der Vorjahre. Hinzu kam verstärkt, dass sichhier Geldspargruppen treffen, die besonders von Frauen besucht werden. Die Menschen sparenregelmäßig Geld, das sie erübrigen können. Im Notfall können sie dann auf dieses Geld mit einem Kredit zurückgreifen.

Die Bäckerei, die in den letzten Jahren von Frauen betrieben wurde, ist nach wie vor aktiv. Leider istdas Problem der Vermarktung der guten Backprodukte nach wie vor nicht zufriedenstellend gelöst.Das Ende 2015 gekaufte Gemeindefahrzeug hilft den Menschen in dieser Gegend in Krankheits- bzw.anderen Notfällen und steht für Verbesserungen bei Handels- und Verkaufsaktivitäten sowieAktivitäten der "Masimiliano Ochwo Omiel Memorial Secondary School" zur Verfügung.

Hilfen vor Ort

Es gibt immer wieder Situationen, in denen Menschen schwer erkranken und einenKrankenhausaufenthalt bzw. ärztliche Hilfe benötigen. Hierfür haben sie oft genug kein Geld. Sowerden sie vom Verein z.B. im Notfall bei der Bezahlung des Krankenhausaufenthaltes oderArztbesuches sowie der Medikamente unterstützt. Auch in schwierigen Lebensumständen hilft derVerein z.B. bei dem Kauf von Lebensmitteln. Vor allem für Frauen und Kinder ist der Hungerallgegenwärtig.

gez. Dr.Christiane Maleika

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