Hilfe fuer Tororo/Uganda e.V.

Tätigkeitsbericht 2014

Schule

Im Jahr 2014 wurden in der Masimiliano Ochwo Omiel Memorial Secondary School 148 Jungen und Mädchen in den Klassen 1-4 unterrichtet. 33 Jungen und Mädchen absolvierten die Prüfungen der Mittleren Reife am Ende der 4. Oberschulklasse. Die Prüfungsergebnisse werden im Februar 2015 landesweit veröffentlicht.

29 Mädchen und 29 Jungen, die von entfernten Gegenden kommen, waren im Internat untergebracht.

Anfang des Schuljahres 2014 musste der Schulleiter ausgetauscht werden. Er stellte der Schule nur noch einen Tag/ Woche zur Verfügung, da er den überwiegenden Teil der Woche in einer staatlichen Schule arbeitet. Es zeigte sich schnell, dass dies nicht unseren Notwendigkeiten entsprach. Der bisherige stellvertretende Schulleiter übernahm in dieser Situation die Aufgabe des Direktors.

Er ist ein pensionierter ehemaliger Schulleiter und aufgrund seiner langjährigen Berufserfahrung ein Gewinn für unsere Schule. Leider hat er jedoch noch diverse andere Aufgaben, so dass die Zeit, die er als Schulleiter aufbringt, auch nicht immer zufriedenstellend ist.

2014 wurden 5 Vollzeitlehrer und 11 Lehrer, die nur stundenweise ihre Fächer unterrichten, beschäftigt. Es ist eine geübte Praxis, dass Lehrer an verschiedenen Schulen unterrichten, auch wenn seitens des Ministeriums zunehmend Wert darauf gelegt wird, dass Oberschulen möglichst viele Vollzeitlehrer haben.

Zum Hilfspersonal gehören nach wie vor eine Köchin mit Hilfskoch, Wachmänner für Tag und Nacht, eine Schatzmeisterin, eine Hausdame für Mädchen, ein Lagerverwalter sowie ein Chemielaborant und ein Gärtner.

Das Berufsförderungszentrum begann in 2013 den landwirtschaftlichen Unterricht, nachdem das Schulgebäude fertiggestellt war. 2014 wurden 9 Jungen unterrichtet. Hier ist sicher ein Verbesserungsbedarf, auch seitens des zuständigen Lehrpersonals.

Wie in den Vorjahren gehörte auch 2014 die Schulspeisung zum Angebot der Schule. Morgens bekommen die im Internat wohnenden Schülerinnen und Schüler einen Brei (porridge), mittags den in ugandischen Schulen üblichen Maisbrei und Bohnen, abends dasselbe, aber nur für die Internatsschüler. Die Bezahlung des Schulgeldes beinhaltet für Internatsschüler neben den Unterrichtsgebühren eine Vollverpflegung, für Tagesschüler neben den Unterrichtsgebühren die Bezahlung des Mittagsessens.

Wie in den Vorjahren bereits berichtet, war die Bezahlung des ohnehin geringen Schulgeldes nach wie vor ein Problem. Der Verein musste deshalb auch im Jahr 2014 die Schule in erheblichem Umfang unterstützen, insbesondere bei der Bezahlung der Lehrergehälter und der Schulspeisung.

 

Schulpatenschaften

2014 wurden 46 Jungen und Mädchen im Alter zwischen 5 bis 25 Jahren beim Schulbesuch unterstützt. Ein Junge beendete das Lehramtsstudium und arbeitet jetzt als Lehrer in unserer Schule. Eine junge Frau machte ihren Abschluss als Krankenschwester in einem sehr guten Krankenhaus im Norden von Uganda, ein junger Mann als Bautechniker.Ein Junge studiert Mikrofinanzwesen und ein Mädchen Städteplanung an der Universität in Kampala. Alle anderen gingen in die Grund- bzw. Oberschule.

 

Frauenförderung

Über die Aktivitäten im Frauenzentrum hinaus, die bereits Bestandteil von Vorberichten waren, konnten im Jahr 2014 diverse Projekte der Frauenförderung geschaffen werden. Es wurden 2 Brunnen gebaut, 3 Energiesparöfen und 6 Regenwassertanks installiert sowie 10 weitere Nähmaschinen beschafft. Dies kommt Frauen in verschiedenen Gemeinden zugute.

 

Masimiliano Ochwo Omiel Beratungszentrum

Wie in den Jahren zuvor ist die Nähstube im Frauenzentrum weiterhin ein fester Bestandteil zum Nähen von neuen Kleidungsstücken oder Reparieren von alten. Junge Mädchen und Frauen haben dadurch die Gelegenheit, das Nähen zu erlernen. Darum herum machen Frauen nach wie vor ihre „Geschäfte“. Sie verkaufen „Second-Hand-Kleidung, Lebensmittel, Gemüse oder Backwaren, je nachdem was sie gerade zu verkaufen haben. Das ermöglicht ihnen ein kleines Einkommen.

Immer mehr Gruppen treffen sich auch auf diesem Gelände, z.B. Spargruppen, Selbsthilfegruppen mit dem Thema HIV/Aids, Kurse in Prävention wie z.B. Hygieneerziehung, Ernährungsberatung ebenso wie Seminare in Gesundheitserziehung.

Seit vielen Jahren gehört die Bäckerei dazu, die von Frauen betrieben wird. Im Jahr 2014 benötigten sie immer wieder eine finanzielle Unterstützung beim Kauf von Backzutaten. Auch das Vermarkten der Backwaren ist leider noch nicht stabil, obwohl deren Qualität sehr gut ist. Es fehlt nach wie vor eine Person, die zuverlässig ist und die Backwaren gut vermarkten kann.

 

Gez. Dr. Christiane Maleika

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